Learnings für das CreateCamp

Von 4. bis 6. Februar geht in Klagenfurt das CreateCamp Klagenfurt 2011 über die Bühne. Damit wollen wir neue Wege begehen, die inhaltliche Vorbereitung bedürfen.  Neben einem Session-Track sollen einige Projekte abgearbeitet werden. Mehr dazu auch am BarCamp-Wiki: www.barcamp.at.

Fazit: In zweieinhalb Tagen kann UNGLAUBLICH VIEL weiter gehen. Aber wir haben einige Fehler gemacht.

Unser Projekt ging baden. Warum? Darüber reden wir geraden. Hier einige der Learnings, die wir schon jetzt an die Teilnehmer vom CreateCamp weiter geben wollen:

  • Wir haben nicht gemerkt, dass wir in einzelnen Bereichen (Web-Frontend im speziellen) so sehr im Verzug sind. Gestern hatten wir kein Scrum-Board. Darauf hätte man in der Früh schon sehen müssen, dass es Probleme gibt.

Scrum-Board

  • Die Vorbereitung der Arbeitsumgebungen ist kritisch. Wer zum CreateCamp kommen wird, sollte vorher alle Werkzeuge (Server konfiguriert, Tools installiert) vorbereitet und bereit haben.
  • Kommunikationshürden? Hier waren praktisch nur Freunde und keine untereinander Fremde am Werk. Hat das Auswirkungen? Wir sind uns nicht sicher.
  • Die gleichen Probleme, wie zwischen Server und Mobile (iPhone und Android) gibt es auch zwischen Server und Frontend. Nur wurden sie zu spät angegangen.
  • Es mangelt an Grafikern/Designern. Wir haben das Frontend auf der Website unterschätzt.
  • Es gab kein „Fallback“, keine Alternativen. Am Server sieht man nichts als Tabellen. An Design hat man von Anfang an nicht gedacht. Das kann man schlichtweg nicht herzeigen.
  • Fertige Designs sind Killer! Auch damit gibt es für Designer noch viel zu tun: App Icons, Spashscreens für Apps etc.
  • Designer waren zerrissen. Jeder verlangte Logo, Spashscreen etc. und bekam es. Keiner forderte Fronend-Layout ein.

Designer @work

  • Server-Abteilung war oft zu verspielt. Hat sich sogar über Face-Recognition geredet. Aber hat nie über Site nachgedacht. Jeder meinte, dass „eh wer anderer dafür zuständig ist“.
  • Das Projekt war wohl etwas zu groß für elf Leute und zweieinhalb Tage.
  • Es wurde bei einigen Dingen Zeit verplempert, mit ein paar Hinweisen aus den Learnings könnten wir anderen Teams beim CreateCamp helfen.
  • Am Freitag davor nicht in Technik-Geplenkel abschweifen, sondern ganz grobe Entwürfe für Site machen und GUI schon möglichst früh beginnen.

UI-Draft

  • Wenn einzelne Leute bei der Vorbesprechung (Freitag Abend) nicht dabei sind, muss man sie umfassend und genau briefen. Für kein Teammitglied dürfen Fragen offen sein.
  • Umverteilung von Ressourcen muss immer möglich sein, sobald man sieht, dass ein Teilprojekt nicht im Plan ist.
  • Empfohlene Tools, die uns geholfen haben: Dropbox (Shared Folders FTW), Skype, Git oder SVN (je nach Knowhow davon).
  • Kurze Kommunikationswege haben bei uns sehr gut funktioniert. Jeder kann zu jedem gehen und bekommt schnell eine Antwort.
  • Project-Owner muss sich mehr einmischen und ständig die Frage stellen: „Wo gibt es was zu sehen?“

So long! More to come. Schandfleck.in ist NICHT tot. Es wird nur eine längere Geburt 🙂

Weitere Learnings bitte in die Kommentare. Thanks!

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8 Kommentare zu „Learnings für das CreateCamp

  1. hallo Leute,

    ihr habt super Arbeit geleistet, nur nicht entmutigen lassen!

    Habt ihr schon mal daran gedacht, noch vor dem bcklu eine weiteres codecamp durchzuführen und aus den beschriebenen Fehlern zu lernen. Noch ist vieles in den Köpfen, da kann man erstens den Schwung gut mitnehmen und hat zum zweiten noch die etwaigen Fehler dieses WE in Hinterkopf und kann sie vermeiden.

    Wenn ich mir nur vorstelle welcher brain da für 2 1/2 Tage in einem Raum war, da wäre so mancher Chef neidisch 😉

  2. Wenn ich das richtig verstehe, hat es in erster Linie am (fehlenden) Projektmanagement gelegen. Aber das sollte sich in den Griff bekommen lassen. Und nicht verzagen: Es war ein Experiment, und wenn die Beteiligten Spaß dabei hatten, war’s schon ein Gewinn.

  3. Wenn ich das lese, dann sind das Lernerfahrungen die man wohl einfach machen muss und sicherlich für vieles hilfreich ist, was man in Zukunft machen kann. Und wenn ich mir ansehe, wie lange andere Projekte brauchen, überhaupt soweit zu kommen…

    Als Außenstehender folgende Ideen, Fragen, Anregungen:

    1. Gerade Teilnehmer(innen) wie ich brauchen natürlich auch eine Aufgabe. Aber die sehe ich durchaus, wenn man wir z.B. mehr Berichte über das Barcamp in einem Blog bringen, mehr Interviews machen, mehr Hintergrundinfos zur App zusammenschreiben etc. Vielleicht habt ihr auch Ideen, was so Blogger wie ich tun könnten.

    2. Vielleicht sollten wir es schon vorab schaffen abzustimmen, welches Projekt am CreateCamp gestaltet wird, damit diese Phase nicht Zeit abknappert. Andererseits: vielleicht ist das gerade wichtig? Eure Erfahrung?

    3. Für mich ist so ein CreateCamp eine tolle Lernerfahrung, wie man mit bekannten und unbekannten Menschen intensiv ein Projekt erarbeiten kann.

    4. Wenn alle am Projekt arbeiten, wie kann man dann die „normalen“ Barcampsessions unterbringen? Aber vielleicht ergibt sich dadurch eine Dynamik der Themen für diese Sessions.

    5. Auf alle Fälle habt ihr mich noch neugieriger gemacht und ich freue mich schon auf dieses Experiment.

  4. ich finde die idee des creat- bzw. code-camps genial und freu mich schon extrem auf februar, dies live mitzuerleben!

    aus euren learning lese ich, dass vlt. das projektmanagement nicht optimal gelaufen ist. eine der wesentlichen voraussetzungen von scrum ist ja ein crossfunctional team – so wie ich das lese (war ja leider nicht dabei), wart ihr in spezialisten-teams aufgestellt.

    habt ihr schon mal daran gedacht, kanban anstelle von scrum zu verwenden? ich kann mir gut vorstellen, dass eine „speed-kanban-variante“ besser geeignet ist, da probleme wrschl. viel früher sichtbar werden und spezialisten-teams wären in dieser variante auch kein thema (läuft meist sogar besser als x-functional).

    wenn ihr interesse an kanban habt, bin ich gerne bereit viel input zu liefern für das create camp!

    1. Hallo Klaus, danke für deinen Input zum Prozess! Das Thema Kanban klingt interessant, kenne ich bisher nur aus der „Kaluza-Ecke“ ohne Softwarebackground. Wo könnte ich mir dazu mehr Input abholen bzw. gibt es eine Unterlagenempfehlung vom Experten?

      1. hi martin,
        kanban hat auch den ursprung in der produtions-ecke (=kaluza). bzgl. literatur: der klassiker ist natürlich das buch von david: http://www.amazon.de/Kanban-David-J-Anderson/dp/0984521402/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books-intl-de&qid=1292859827&sr=8-1
        ein weiteres (kurzes) must read von david:
        http://agilemanagement.net/index.php/Blog/the_principles_of_the_kanban_method/
        und hier gibts auch noch einiges an material: http://reading.leanability.com/tagged/top
        auf infoq gibt es von mattias und henrik das gratis ebook „kanban and scrum – making the most of both“ – also kanban und scrum im vergleich: http://www.infoq.com/minibooks/kanban-scrum-minibook

        und ansonsten eben bei mir mit kaffee und/oder bier 😉

  5. wäre sicher mal spannend, das statt SCRUM einzusetzen, mit Experten vor Ort gelänge das leichter 😉

    und engpässe früher zu erkennen braucht eine hohe Priorität beim Create Camp

  6. Hi, dein Bericht ist sehr interessant. Was ich gerne wüsste, habt ihr Scrum tatsächlich „richtig“ gemacht? Hattet ihr jemanden dabei, der Euch als ScrumMaster unterstützt hat? Klingt nicht so 😉

    Wie wäre es, wenn wir Euch bei einem eurer nächsten BarCamps helfen, einmal Eure Produkte in drei Sprints erfolgreich zu erzeugen?

    Wir stellen die ScrumMaster und Coaches, ihr das Entwicklungsteam.
    Was ich mir auch noch vorstellen kann, wir helfen Euch bei der Entwicklung der Produkt-Idee und coachen Euren Product Owner, oder so.

    Bei Interesse schickt mir einfach eine Email: boris.gloger@borisgloger.com

    lg

    Boris

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